Startseite News

Neues von Ghaub

Ihre Oase in den Otavi-Bergen

Sie möchten gern stets wissen, was sich auf Ghaub tut? Abonnieren Sie unseren Newsletter. Erscheint alle drei Monate. Mit einer bunten Mischung von Stories zu Nashörnern und anderen spannenden Themen sowie News zu Ghaub und seinen Partner-Unternehmen Waterberg Wilderness (am Waterberg) und Ondekaremba (am Flughafen).

Gute Ernte auf Ghaub
  • Maisernte auf Ghaub

    Maisernte auf Ghaub. Foto: Ghaub

Maisfarmer in Namibia können sich in diesem Jahr über einen guten Ertrag freuen. Auch auf Ghaub ist die Ernte überdurchschnittlich gut ausgefallen. Die Investition in Saatgut und Maschinen, die harte Arbeit und die raschen Maßnahmen gegen den Raupenbefall im Februar haben sich gelohnt...

„Auf den ersten 100 Hektar haben wir im Juni im Schnitt 5,8 Tonnen pro Hektar geerntet“, erklärt Maisfarmer Hartmut Freyer, der die Felder auf Ghaub bewirtschaftet. „Die restlichen 40 Hektar, die wir später bepflanzt haben und bis Ende Juli ernten, dürften den Gesamtschnitt auf etwa 6 Tonnen pro Hektar hochbringen.“ Neben ausreichendem und gut verteiltem Regenfall ist dies auch der schnellen Reaktion auf den Raupenbefall im Februar zu verdanken.

Bei einer Ernte von 840 Tonnen und einem Preis von 4.500 Namibia Dollar pro Tonne bedeutet das Einnahmen von knapp 3,8 Millionen Namibia Dollar. „Reich werden wir leider trotzdem nicht“, betont Freyer, „denn davon muss man die Ausgaben für Saatgut, Dünger, Maschinen, Treibstoff und Schädlingsbekämpfungsmittel abrechnen. Nicht zu vergessen die Rücklagen für künftige schlechte Erntejahre, wenn die Einnahmen die Kosten nicht decken.“

Zu den 140 Hektar Mais kommen auf Ghaub noch 40 Hektar Sorghum und 120 Hektar Heu für die Futterproduktion. Im kommenden Jahr will Hartmut Freyer die Anbaufläche für Mais jedoch auf 200 Hektar erhöhen. Außerdem will er in neue Maschinen investieren.

Die Gesamternte in Namibia schätzt Freyer für dieses Jahr auf etwa 60.000 Tonnen. Der Bedarf im Land beträgt allerdings das Doppelte. Sobald die Mühlen die Ernte verarbeitet haben, müssen sie daher Mais aus Südafrika importieren.

Klein-Etosha in den Otavi-Bergen
  • Einer der Strauße bei Ankunft in seiner neuen Heimat

    Einer der Strauße bei Ankunft in seiner neuen Heimat. Foto: Ghaub

Das Ghaub Nature Reserve mausert sich zu einem äußerst artenreichen Wildparadies. Seit Anfang Mai können Gäste mit etwas Glück zwei weiteren Tierarten begegnen, die aus der afrikanischen Buschsavanne nicht wegzudenken sind: Strauß und Giraffe.

In der ersten Maiwoche wurden im Ghaub Nature Reserve drei männliche und fünf weibliche Strauße ausgesetzt. Die weite Ebene im Tal der Otavi-Berge mit ihrem Gras- und Buschbestand bietet ihnen einen idealen Lebensraum.

Zwei Wochen zuvor kam ein Wildtransport mit Spezialcontainern an, die sich durch besonders hohe Wände auszeichnen, maßgeschneidert für die Fracht: Zwölf Giraffen. Auch diese eleganten Giganten Afrikas waren in dieser Gegend bereits vor Gründung der Missionsstation und des Farmbetriebs heimisch.

Damit setzt Ghaub sein Wildansiedlungsprogramm fort. Im vergangenen Jahr wurden bereits Oryx-Antilopen und Impalas sowie Breitmaul-Nashörner ausgesetzt. Außerdem gibt es hier Arten wie Eland, Kuhantilope, Blessbock und Kudu sowie Klippspringer, Ducker, Damara dik-dik und Warzenschwein.

Gäste können die Tiere auf einem Rhino Drive oder einer Rhino Tracking Tour sowie an der Wasserstelle nahe dem Schwimmbecken beobachten.

Ghaub kämpft gegen Raupe aus Südamerika
  • Import aus Südamerika, gesichtet auf Ghaub: Herbst-Heerwurm.

    Import aus Südamerika, gesichtet auf Ghaub: Herbst-Heerwurm. Foto: Ghaub

Gerade als guter Regen in Namibia eine gute Maisernte verspricht, kommt die Hiobsbotschaft: Eine Raupenplage bedroht Maisfelder in den Ländern des südlichen Afrika. Auch auf Ghaub wurde der so genannte Herbst-Heerwurm entdeckt. Nun galt es, rasch zu handeln...

„Wir hatten im Februar einen starken Befall des Herbst-Heerwurmes bemerkt“, sagt Maisfarmer Hartmut Freyer, der die Felder auf Ghaub bewirtschaftet. „Dann muss man rasch handeln, denn der Lebenszyklus von der Raupe über die Wandlung zum Falter bis hin zum Legen der Eier dauert nur 21 Tage. Wir haben die Felder noch Ende Februar mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt und den Befall unter Kontrolle gebracht.“

Der Falter kann bei gutem Wind innerhalb von 30 Stunden bis zu 1.200 Kilometer zurücklegen. Er stammt eigentlich aus Südamerika, wurde in Zentralafrika eingeschleppt und bedroht mittlerweile auch Länder im südlichen Afrika (siehe Bericht im Spiegel).

Im Norden Namibias war es nicht der Herbst-Heerwurm, sondern der einheimische „Bollworm“, der die gesamte Ernte des Anbaugebietes der Regierung, Etunda, vernichtete (siehe Berichte im Namibian vom 23. Januar und 6. April). Auch diese Raupenart, die die Kolbenspitze anfrisst, wurde jetzt auf Ghaub gesichtet. Freyer zufolge besteht jedoch keine große Gefahr mehr, weil der Mais bereits am Abreifen ist, sprich: Milch- und Mehlstadien hinter sich hat und die Körner nun beginnen, hart zu werden. Nur Regen könnte in den angefressenen Spitzen noch für Pilzbefall sorgen.

Auf Ghaub wird auf 140 Hektar Mais angebaut; davon können 32 Hektar bewässert werden. Die Ernte ist Anfang Juni zu erwarten. Auf einer Farm-Tour erfahren Gäste von Ghaub Nature Reserve and Farm mehr über Ackerbau, Heuproduktion, Viehzucht und Wildfarmbetrieb.

Zwei Nashorn-Babys auf Ghaub geboren
  • Das drei Tage alte Kalb beim Säugen

    Das drei Tage alte Kalb beim Säugen. Foto: Ghaub

Die Nashörner haben sich seit ihrer Ankunft auf Ghaub im März vergangenen Jahres gut eingelebt. Bester Beweis dafür ist zweifacher Nachwuchs: Beide fortpflanzungsfähigen Kühe haben ein Baby zur Welt gebracht. Gezeugt wurden die Kleinen jedoch nahe dem Flughafen östlich von Windhoek...

Anfang März brachte die junge Kuh ein Färsen-Kälbchen zur Welt, einige Wochen später folgte die ältere Kuh mit einem Bullen-Kälbchen. Obwohl sich die fünf ausgesetzten Nashörner bereits wenige Wochen nach ihrer Ankunft im März vor einem Jahr sichtlich wohl zu fühlen schienen, belegen die Geburten nun eindeutig, dass Ghaub ihnen mit seinen grasbewachsenen Ebenen ein ideales Zuhause bietet.

Breitmaul-Nashörner tragen rund 16 Monate. Das bedeutet, dass der Nachwuchs bereits am vorherigen Standort gezeugt wurde: Auf Ondekaremba, dem Partner-Unternehmen von Ghaub am Internationalen Flughafen Hosea Kutako östlich von Namibias Hauptstadt Windhoek. Auch haben die beiden tragenden Kühe den Stress des Betäubens und des rund 500 Kilometer langen Transportes offensichtlich gut verkraftet.

Gäste von Ghaub können die Nashörner auf einem Rhino Drive und einer Rhino Tracking Tour fast hautnah erleben. Um die beiden Kühe und ihre Kälbchen keinem unnötigen Stress auszusetzen und die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, halten die Guides in den ersten Wochen einen deutlich größeren Abstand.

Ghaub bestellt seine Felder
  • Traktor beim Pflügen der Felder auf Ghaub

    Traktor beim Pflügen der Felder auf Ghaub. Foto: Ghaub

Während sich fast alle in Namibia Ende November auf die Sommerferien vorbereiten, krempeln Farmer in den Otavi-Bergen die Ärmel hoch: Der Boden auf den Feldern muss gelockert werden, damit der Mais ausgesät werden kann. Denn die magische Regenmarke ist überschritten...

Eine alte Farmersweisheit besagt, dass es 100 mm Regen gegeben haben muss, bevor man Mais aussäen kann. Allerdings darf man auch nicht zu lange warten, denn die Regenzeit in Namibia dauert ja nur bis April/Mai. Daher gilt Ende Januar als spätester Zeitpunkt.

Für ein gutes Wachstum brauchen die Pflanzen in der Zeit von Ende Januar bis Ende März dann noch einmal mindestens 300 mm Regen – und das möglichst ohne lange Trockenphasen. Erntezeit ist in den Monaten Juni oder Juli.

Auf Ghaub herrschte Ende November reger Betrieb auf den Feldern, denn es hatte bereits ausreichend geregnet. Auf 200 Hektar wird Mais angebaut, davon stehen 32 Hektar unter Bewässerung. Die Otavi-Berge erhalten im Schnitt sehr viel mehr Regen als das Umland und sind daher als Maisanbau-Gebiet bekannt.

Auf einer Farm-Tour erfahren Gäste von Ghaub alles rund um den Maisanbau, der außergewöhnlich ist für Namibia, das sich aufgrund des geringen Regenfalls zum größten Teil nur für Viehhaltung eignet. Aber auch Rinder- und Schafhaltung sowie die Wildfarmerei auf dem 60 km² großen Farmgelände und etwa ebenso großen Naturreservat von Ghaub sind spannende Themen der Tour.

Wappentier Namibias wieder zuhaus auf Ghaub
  • Auch Oryx-Antilopen sind wieder auf Ghaub zu sehen: 18 Tiere springen Mitte Oktober in die Freiheit

    Auch Oryx-Antilopen sind wieder auf Ghaub zu sehen: 18 Tiere springen Mitte Oktober in die Freiheit. Foto: Ghaub

Unser Tal in den Otavi-Bergen hat 40 neue Bewohner: 18 Oryx-Antilopen und 22 Impalas kamen per Wildtransport im Naturreservat von Ghaub an. Damit gibt es für die Gäste unseres Rhino Drives noch mehr verschiedene Wildarten zu entdecken...

Der Fang auf einer Farm bei Otjiwarongo verlief reibungslos, genauso wie der rund zweistündige Transport und die Freilassung auf Ghaub. Über eine provisorische Rampe am Transportwagen sprangen die Antilopen in die Freiheit und erkundeten ihre neue Heimat.

Die beiden Arten haben wir bewusst ausgewählt, weil sie in dieser Gegend kaum noch vorkamen und sie auf Ghaub ideale Bedingungen vorfinden. Da es in den Otavi Bergen im Schnitt deutlich mehr regnet als in der Umgebung, gibt es mehr Gras und es steht hier sehr viel höher.

Mit unserem Wildprogramm wollen wir die Bestände vergrößern und das Ökosystem wieder vielfältiger und damit robuster gestalten. Dabei setzen wir nur Arten aus, die in dieser Gegend einst heimisch waren. Das gilt auch für die Breitmaul-Nashörner, die im April ankamen. Außerdem gibt es auf Ghaub Eland, Kuhantilope, Blessbock und Kudu sowie Klippspringer, Ducker, Damara dik-dik und Warzenschwein. Gäste freuen sich auch über die Baumhörnchen, die sich manchmal bis auf die Restaurant-Terrasse trauen.

Surf-Service an der Rezeption

Eben noch auf dem Rhino Drive, jetzt schon auf Facebook: Gäste der Ghaub Lodge können Erlebnisse wie ihre hautnahe Begegnung mit Nashörnern zeitnah mit Verwandten und Freunden in aller Welt teilen. Ende September wurde das neue WLAN installiert, das zunächst an der Rezeption zu empfangen ist.

Was für viele Reisende selbstverständlich ist, hat in vielen Gebieten Namibias noch Seltenheitswert: Mobilfunkempfang und Internetzugang. Um den Empfang auf Ghaub zu verbessern, wurde eine direkte Verbindung zu einem Verteilerpunkt auf einem Berg nahe der Fernstraße zwischen Tsumeb und Otavi eingerichtet.

Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Internetzugangs auf Ghaub sind allerdings nicht mit Standards in den Städten Europas zu vergleichen. Der Anbieter Telecom Namibia muss in einem Entwicklungsland ein Gebiet versorgen, das doppelt so groß ist wie Deutschland, aber nur etwas mehr Einwohner hat als Paris, nämlich rund 2,3 Millionen.